1985 trat sie erstmals im Kunstmuseum Wallis an die Öffentlichkeit und erhielt 2019 ein Stipendium von ArtPro Wallis für ihr Projekt “reVISITed”: dieses ermöglichte ihr die Realisierung der Karmin-Skulptur, welche vom Kunstmuseum erworben wurde. Seit Beginn ihrer Karriere lässt sich die Künstlerin vom Alltagsleben inspirieren. Dabei verwendet sie unterschiedlichste Materialien wie Seife, Wolle, Metall oder Kunststoff und schafft damit eine neue, zugleich humorvolle und seltsame Sprache, die Geschichten am Schnittpunkt zwischen der Natur und dem Künstlichen sowie dem Individuum und dem Kollektiven erzählt.
Von der Patchwork-Stickerei Zeitdokument, über die Seifenarbeit Ciel (Himmel) bis hin zur Skulptur Karmin, die auf absurde wie auch überdimensionale Art eine Fahrradbremse, ein Sanitärrohr sowie eine getrocknete Kaktusfeige vereint, vermischt Maria Ceppi das Pflanzliche mit dem Industriellen, stellt Haushaltsobjekte ihren Metamorphosen gegenüber und schafft ein surreales Universum, das von hybriden, gleichzeitig kuriosen und vertrauten Formen bewohnt wird: Eine Poesie des Alltags, die eine neue Gedankenwelt eröffnet.

